Sportbootführerschein Binnen

Grundlage:
Sportbootführerscheinverordnung-Binnen

Amtlich vorgeschrieben auf allen Binnenschifffahrtsstraßen, d. h. innerhalb des Geltungsbereichs der Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung (z. B. Lahn, Neckar, Main, Saale, diverse Kanäle, Binnenbereiche der Elbe, Weser) und der Schifffahrtspolizeiverordnungen für Rhein, Mosel und Donau.

Erforderlich zum Führen von Sportbooten mit einer Länge von weniger als 15 m, die mit einer Antriebsmaschine von mehr als 3,68 kW (5 PS) ausgestattet sind.

Für Fahrzeuge außerhalb des Rheins gelten die bis zum 31. Dezember 1997 erteilten Sportbootführerscheine-Binnen ohne weiteres mit der bisherigen Berechtigung (< 15 m3 Wasserverdrängung) weiter.

Voraussetzungen für den Erwerb (Auszug):
Mindestalter 16 Jahre; körperliche und geistige Tauglichkeit (ausreichendes Sehvermögen, ggf. mit Sehhilfe; ausreichendes Farbunterscheidungsvermögen; ausreichendes Hörvermögen, ggf. mit Hörhilfe); Zuverlässigkeit (Vorlage eines Kfz-Führerscheines bzw. Führungszeugnisses für Behörden, grundsätzlich jedoch nicht bei Bewerbern unter 18 Jahren).

Prüfungen werden von den Prüfungsausschüssen des Deutschen Motoryachtverbandes abgenommen.

Info:
Deutscher Motoryachtverband e. V.
Führerscheinstelle
Gründgensstraße 18
22309 Hamburg

2 Antworten zu “Sportbootführerschein Binnen”

  1. Boote-Blog sagt:

    Jeder, der auf Seeschifffahrtsstraßen ein Boot mit mehr als 3,68 kW (SPS) benutzen will, muss den amtlichen Sportbootführerschein-See besitzen. Wer auf den Binnenschifffahrtsstraßen ein Sportboot von weniger als 15 m Länge mit einer Motorleistung von mehr als 3,68 kW (PS) führen will, muss den Sportbootführerschein-Binnen besitzen. Abweichend davon ist auf bestimmten in Berlin und Brandenburg gelegenen Binnenschifffahrtsstraßen auch für Segeln und Surfen sowie für Fahrzeuge mit einer geringeren Motorleistung der Sportbootführerschein-Binnen vorgeschrieben. Es ist jedem überlassen, wie er sich die erforderlichen Kenntnisse aneignet. Man kann sich im Selbststudium auf die Prüfung vorbereiten oder in Ausbildungskursen in gewerblichen Schulen, Sportvereinen, Volkshochschulen usw. die erforderlichen Kenntnisse erwerben. Nach bestandener Prüfung ist es wichtig, dass das wahrend des Kurses erworbene Wissen in der Praxis ständig geübt wird! Die in der ehemaligen DDR erworbe nen Befähigungsnachweise zum Führen von Sportbooten gelten in Deutschland uneingeschränkt weiter. Sie können aber auch in die Sportbootführerscheine-See und -Binnen umgeschrieben werden. Für Fahrten ins Ausland wird eine Umschreibung empfohlen, für Fahrten in den Niederlanden ist sie sogar notwendig. Umschreibungen werden nur durch den DSV und den Deutschen Motor-yachtverband e.V. (DMYV) vorgenommen. Für Personen mit ausländischem Wohnsitz besteht eine Gastregelung, wonach eigene oder im Ausland angemietete Sportboote auf der Grundlage der Gegenseitigkeit mit dem nach Heimatrecht vorgeschriebenen Dokument auf deutschen Binnenschifffahrtsstraßen geführt werden dürfen; ist ein solches Dokument nicht vorgeschrieben, wird auf eine Fahrerlaubnis verzichtet Die zeitliche Grenze der Gastregelung beträgt ein Jahr. Halten sich die Personen länger in Deutschland auf, unterliegen sie der normalen Führerscheinpflicht auf Binnenschifffahrtsstraßen. Diese Gastklausel gilt im übrigen nicht, wenn der Wohnsitzstaat die Resolution 40ECE (Internationales Zertifikat für Sportbootführer) anwendet. In diesem Fall benötigt der Bootsführer zumindest dieses Dokument. Auf den deutschen Seeschifffahrtsstraßen gilt eine vergleichbare Regelung. In einigen europäischen Nachbarländern gibt es ähnliche Führerscheinvorschriften wie in Deutschland. In diesen Fällen sind die deutschen Sportbootführerscheine-See und -Binnen und für vergleichbare Gewässer anerkannt.

  2. Ralf sagt:

    Hey, super zusammenfassung, überlege das zu machen. Leider finde ich nichts zu Preisen und Orten wo sowas angeboten wird. Gruss Ralf

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