Schiffsführer muss Funker sein

UKW-Seefunk

„Führer von Sportfahrzeugen müssen ihre Befähigung zur Teilnahme am mobilen Seefunkdienst und am mobilen Seefunkdienst über Satelliten entsprechend der funktechnischen Ausrüstung des Sportfahrzeugs nachweisen.“
Änderung der Sportseeschifferscheinverordnung – in Kraft getreten am am 15. August 2005 – Zwölfte Verordnung zur Änderung seeverkehrsrechtlicher Vorschriften, BGBl I, 2005, S. 2288

Die betrifft also Küsten- und Seegewässer und ausschließlich Boote, die mit einer UKW-Funkanlage ausgerüstet sind. Ist beides der Fall, so muss der Schiffsführer selbst mindestens das Short Range Certificate (SRC) besitzen. Ist eine Grenzwellen-, Kurzwellen- oder Satellitenfunkanlage an Bord installiert, so ist das Long Range Certificate (LRC) Pflicht. Ältere Seefunkzeugnisse bleiben in dem Umfang gültig, den sie zum Zeitpunkt des Erwerbs funktechnisch abdeckten.

Probleme sollte diese Neuregelung daher eigentlich nicht mit sich bringen, außer bei den Charterfirmen, da diese auch Boote mit Funkanlagen vermieten konnten, wenn der Schiffsführer über kein Funkzeugnis verfügte. Nun werden und wurden einige Boote unter 12m Länge, die ja nicht der Funkausrüstungspflicht unterliegen, bereits abgerüstet – heißt die Funkanlage wurde demontiert. Ob das so sinnvoll ist? Denn ab 2008 ist das Funkbetriebszeugnis (Short Range Certificate – SRC) für die Teilnahme am UKW-Seefunk, für den Schiffsführer einer Charteryacht zwingend vorgeschrieben.

Sicher wichtig für die meisten Leser hier: Privat genutzte Sportboote sind auch weiterhin weder auf See- noch auf Binnenschifffahrtsstraßen funkausrüstungspflichtig.

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