Zündprobleme: Zündspule und Verteiler

Zündspule

Die Standardposition der Zündspule bei den V8 Motoren ist meist auf der Ansaugspinne links vor dem Vergaser. Bei längerer höherer Drehzahl wird die Zündspule sehr heiß, da der Motor ebenfalls viel Wärme abgibt, kann sich die Zündspule nicht abkühlen und somit schaden nehmen. Der Motor geht dann aus oder startet nicht mehr oder verliert stark an leistung, weil die Hochspannung nicht mehr gebracht werden kann. Ist die Zündspule defekt, so springt kein Funke merh über wenn man den Kontakt des Hauptzündkabels der Verteilerkappe etwa 1 cm von dem entsprechenden Kontakt der Verteilerkappe entfernt hält und versucht den Motor zu starten. Ein Austausch der Zundspule ist dann meist unumgänglich (selten kommt es vor, dass die Zündspule nach abkühlung wieder ordentlich arbeitet). Vor dem Austausch der Zündspule sollte getestet werden, ob an der Klemme 15 Spannung anliegt, wenn die Zündunng aktiviert ist. Falls dies nicht der Fall ist, liegt meist ein Problem am Zündschloss vor oder die Kabel vom Zündschloss zur Zündspule sind irgendwo unterbrochen.

Um thermische Probleme zu verringern bietet es sich an, die Zündspule weiter vom Motorblock zu entfernen, so dass diese in “kühleren” Gegenden angebracht wird. Die Kabel können hierzu ruhig ein wenig verlängert werden.

Beim Austausch der Zündspule ist darauf zu achten, das eine für V8 Motoren geeignete Zündspule verwendet wird, denn Zündspulen für 4 Zylinder-Motoren haben ja in der Regel nur die Hälte zu leisten. Somit würde eine 4-Zylinder-Zündspule zwar den 8V versorgen, wird aber vermutlich eine kurze Laufzeit haben, da sich die Spule schnell durch Überlastung überhitzen würde.

Eine Antwort zu “Zündprobleme: Zündspule und Verteiler”

  1. Klaus Milewski sagt:

    Hallo,

    hatte gerade mit der Zündspule eines 25 jahre alten VolvoPenta ( OMC ? ) V8 Probleme, die letzte Spule wurde 2006 hergestellt.
    Eine Sicherung > 10 A, die im Stromkreis zur Zündspule lag, war defekt.

    Beim Messen, der Leitung, nachdem alle anderen Verbraucher abgesteckt waren, gehen Masse konnte noch ca. 0,5 Ohm festgestellt werden!

    Erst nach mühsamer Verfolgung, des Drahtes über mehrere Mehrfachsteckverbinder mit Farb – und Durchmesseränderung im Kabelsbaums, landete ich an der Zündspule, die ohne Vorwiderstand betrieben wurde, obwohl dies laut Herstelleraufdruck notwendig war!

    Meine Vermutung ist, dass durch den Betrieb ohne Vorwiderstand im Stand ( Motor wurde nicht gestartet ) über längere Zeit ( ca. 1 h ? ), bei geschlossenen Zündkontakt, die Wicklung zu heiss wurde,
    dabei ist der Kupferlackdraht geschmolzen und führte zum Kurzschluss in der Spule und die Sicherung löste aus.

    Nachvollziehbar?

    Mit freundlichen Gruß

    Klaus Milewski

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