Spree-Kanu – Weltneuheit auf Berliner Bootsmesse

Kochen und Übernachten auf der Wandertour – Weltmarken der Szene werden präsentiert – Kanu-Touristen geben über 31 Euro pro Tag aus – 20.000 Kilometer Wasserstraßen für Kanuten und Ruderer

Kanu Kanadier Canadier

Auf über 20.000 Kilometern können Wasserwanderer durch Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern auf Fahrt gehen. Manches Mal nur mit einer Handbreit Wasser unter dem Kiel oder mit eingezogenem Kopf unter dem tief hängenden Geäst des Blätterwaldes hindurch, aber immer von viel Natur in artenreicher Vielfalt umgeben. Die Boot und Fun Berlin widmet diesem Thema vom 19. bis 23. November breiten Raum. Ob Ruderer oder Kanute, auf einer der größten deutschen Messen in der Welt des Wassersports finden die Freunde des muskelbetriebenen Bootfahrens eine große Auswahl an Booten, Zubehör und touristischen Angeboten.

Untersuchungen der Agro-Öko-Consult Berlin GmbH über die Entwicklung des Wassertourismus im Bereich Oderland-Spree ergaben, dass Kanutouristen im Durchschnitt etwas mehr als 31 Euro pro Tag ausgeben. Mit 30 bis 50 Jahren sind sie generell eher jünger als die Wassersportler der Motorboot- und Segelschiffszene, haben aber wie diese ein eher höheres Haushaltseinkommen. Bei aller Vorliebe für Camping- und Biwakplätze wächst der Trend zu eher komfortbetonten Übernachtungsmöglichkeiten zum Beispiel in Pensionen. Vom Verleiher erwartet der Kanutourist Kompetenz bei der Beratung und hohe Qualität der Boote.

In der Halle 22a wird gemeinsam mit dem Messepartner Kanusport Berlin Konrath erstmals in Berlin eine ganze Halle in eine KanuWelt verwandelt. Namhafte Hersteller der Szene wie Gatz, Prijon, Lettmann und Confluence Watersports, der weltgrößte Kanuhersteller, präsenieren sich. Kanusport Berlin stellt einen neuen Pedalantrieb von Native Watercraft vor, bei dem man das Kanu auch mit den Füßen in Fahrt bringen kann. Damit die auch zu einem Ziel führt, finden mobile GPS-Navigationsgeräte auch bei Wasserwanderern zunehmend Anklang. Auf der Bootsmesse wird ein neues Gerät von Magellon gezeigt, das auf Open Windows basiert.

Eine absolute Weltneuheit ist das Spree-Kanu von Konrath, das wie ein Spree-Kahn aussieht und vor allem für mehrtägige Wanderfahrten und damit auch für Bootsvermieter interessant ist. Ralph Konrath dazu: „Hier kann man kochen und in einem auf dem Kanu montierten Zelt auch übernachten. Das Spree-Kanu ist ein 2+2-Sitzer und 1,40 Meter breit. Man kann paddeln oder den Elektromotor einschalten und ist für Sieben-Tage-Touren bestens gerüstet.“

Solche Mehrtagesfahrten werden oft auch organisiert angeboten, In Halle 22 stehen Aussteller aus Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, die ihre touristischen Angebote vorstellen. Dabei können Wasserwanderer in Mietbooten Wasserstraßen erkunden, sind in attraktiven Pensionen und Hotels untergebracht oder können auf einem der zahlreichen Campingplätze am Ufer übernachten.

Für kulinarische Bereicherung in der Halle sorgt ein bayerischer Biergarten auf der Standfläche und für Fachgespräche stehen stündlich Vorträge auf dem Programm. Mit Detlef Stöcker wird einer der bekanntesten Buchautoren der Kanuszene erwartet, der leichtverständlich jede Neugier rund um Kanus zu stillen weiß. Dazu zählt auch diese Info: Eine der längsten Kanurundtouren Europas liegt an Dahme und Spree und führt über 170 Kilometer von Beeskow spreeabwärts nach Fürstenwalde und Erkner, über den Gosener Graben und Seddinsee geht es auf der Dahme an Königs Wusterhausen, Prieros und Märkisch Buchholz und dann über Dahme-Umflutkanal und Spree zurück nach Beeskow.

3 Antworten zu “Spree-Kanu – Weltneuheit auf Berliner Bootsmesse”

  1. jens sagt:

    Hallo sehr schöner Artikel zum Wasserwandern in Deutschland, sehr gut paddeln kann man in Mecklenburg Vorpommern überall gibt es ein Kanuverleih und Campingplätze.

    Viele Grüße

    Jens

  2. Büstenmann sagt:

    Naja überall ist nicht ganz korrekt. Ich bin auf Insel Usedom geboren und aufgewachsen, und da gibts nicht viele Campingplätze und Kanuverleihe.

  3. Jonathan sagt:

    Hi, schöner Artikel. Wasswandern haben wir diesen Sommer auch gemacht. Mit einem Kanu und einem Zelt und dann die Flüsse hoch – sehr cool.Zwischendurch immer mal die Angel ausgeworfen.
    Wer auf so was mal bock hat,dem kann ich das nur wärmsten ans Herz legen!

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